"Vater-Effekt" - Veränderte Proteine schädigen Kinder und Enkel

(cc) Wikipedia ('Emw')
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2010-10-12 Michael Lange

www.deutschlandfunk.de

 

 

 

Seit ein paar Jahren spekulieren Biologen über die Möglichkeit, dass nicht nur das Erbmolekül DNA biologische Informationen von Generation zu Generation überträgt. Auch Umweltfaktoren oder traumatische Erlebnisse können sich auf die Nachkommen auswirken - und zwar über mehrere Generationen hinweg. Kanadische Forscher fanden spezielle Proteine, die als Erbfaktoren in Frage kommen.




 

Das Erbmaterial aller Lebewesen, die DNA, zeichnet sich dadurch aus, dass es sich kaum ändert. Lediglich zufällige Mutationen führen zu kleinen Abweichungen. Sie können Krankheiten verursachen, treiben aber auch die Evolution voran. Dass es neben dem Erbmolekül DNA epigenetische Faktoren gibt, die das Erbgut steuern, wissen Genetiker seit Langem. Dass diese Faktoren möglicherweise vererbbar sind, sorgte in den letzten Jahren für reichlich Diskussionsstoff.


 

 

 

 

 

 

 



DNA Learning Center

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Comments: 1
  • #1

    JohannesB (Thursday, 22 October 2015 13:03)

    Wenn das stimmt: Ich freue mich auf die Rückkehr des Vaters in die Biologie! Wieder so weit gehen (wie bei der DNS) einen Code zu postulieren, würde ich nicht. Sprechen wir beim "Vater-Effekt" doch einfach vom Logos des Lebens und bei der mitochondrialen DNS von der Weisheit (Σοφία)...